Eine bemerkenswerte Eishockeysaison ist zu Ende

Für die Cracks vom EC Bregenzerwald ist die Meisterschaft 2020/21 in der Alps Hockey League Geschichte. Dennoch kann man auf eine mehr als zufriedenstellende Saison zurückblicken. Aus dem Underdog der vergangenen Jahre wurde nämlich ein ernstzunehmender, konkurrenzfähiger Zweitligist, der imstande war, allen Gegnern Paroli zu bieten.

Cortina im Glück

Der Pre-Play-off Kontrahent S.G. Cortina verließ in beiden Partien der Serie nicht als besseres, sondern als glücklicheres Team das Eis als Sieger. Im Hinspiel lagen die Venetier zwar bis zur 34. Minute mit 2:0 in Front, Julian Zwerger und Richard Schlögl schafften allerdings den Gleichstand. Erst zwei Minuten vor der Schlusssirene gelang den Italienern der Siegestreffer zum 3:2.

Auch im zweiten Aufeinandertreffen in der Dornbirner Messeeishalle schenkten sich beide Mannschaften nichts und agierten erneut mit offenem Visier. Dieses Mal legten die Mannen von Trainer Markus Juurikkala, die wie schon zuvor stark ersatzgeschwächt antreten mussten, durch Roberts Lipsbergs (10.) und Julian Metzler (22.) zweimal vor, mussten jedoch ebenso oft den Ausgleich hinnehmen (13.,30.). Danach folgten 53 torlose Minuten ehe die Gäste in der zweiten Overtime zum alles entscheidenden 3:2 scorten. „In beiden Spielen waren wir keinesfalls schlechter. In solch engen Partien entscheiden oft die Powerplays und in diesen konnten wir keinen einzigen Treffer erzielen“, trauert man im Lager des EC Bregenzerwald den Unzulänglichkeiten in Überzahl nach.

Erfreuliche Bilanz

Trotz des unglücklichen Ausscheidens dürfen die Wälder mit dem Abschneiden in dieser AHL-Saison mehr als zufrieden sein. So legte das junge Team, bei dem die Nachwuchsspieler einen großen Schritt nach vorne machten, von Ende November bis Ende Dezember eine Serie von sieben Siegen hintereinander hin, zwischenzeitlich rangierte man sogar auf dem vierten Tabellenplatz. Außerdem forderten Kapitän Daniel Ban & Co. den späteren Österreichischen Meister EHC Lustenau in der Halbfinalserie voll. Wie in mehreren Meisterschaftsspielen mussten sich die ECB-Cracks lediglich mit einem Tor Unterschied geschlagen geben.

„Der Einzug in das Viertelfinal-Play-off war zum Greifen nahe, schade dass in der entscheidenden Phase mehrere Schlüsselspieler verletzungsbedingt nicht zur Verfügung standen, sonst wäre sicher noch mehr möglich gewesen. Dennoch können wir erhobenen Hauptes in die Pause gehen. Unsere bisher erfolgreichste AHL-Saison hätte sich Fans in der Halle verdient“, resümierte Pressesprecher Mario Kleber.

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