Business-Hotel in Bregenzerwälder Gemeinde Egg geplant

Egg - An der Hauptkreuzung soll am Standort des Gasthauses “Ochsen” ein 30-Zimmer-Business-Hotel mit Restaurantbetrieb errichtet werden - allerdings sind noch Unterschriften und Beschlüsse notwendig - Bürgermeister begrüßt das Vorhaben.

Von Günther Bitschnau (WPA)

Die Bregenzerwälder Gemeinde Egg könnte in naher Zukunft ein Business-Hotel mit Restaurantbetrieb mitten im Zentrum bekommen. Denn nach wpa-Informationen plant die Egger Familie Meusburger die Errichtung eines solchen Hotels am derzeitigen Standort des Gasthauses “Ochsen” direkt an der Hauptkreuzung in Egg. Dort sind derzeit das Cafe Ochsen und ein Chinarestaurant eingemietet.

Gemeinde begrüßt die Pläne

Kürzlich wurde zu diesem Zweck die Ochsen Egg Investment GmbH in Egg gegründet. Deren Geschäftsführer ist der Egger Norbert Meusburger. Der Egger Bürgermeister Paul Sutterlüty bestätigte auf wpa-Anfrage, dass es ein entsprechendes Vorhaben der Familie Meusburger gebe. “Wir begrüßen die Idee eines Business-Hotels an diesem Standort sehr”, so Sutterlüty. Er betonte allerdings, dass für die Verwirklichung dieses Projektes noch ein paar Unterschriften unter entscheidenden Verträgen und diverse Beschlüsse in der Gemeindevertretung notwendig seien. Man sei jedoch in den Gesprächen mit dem Projektbetreiber schon weit gekommen.

Entscheidung bis Ende Mai 2019

Das Grundstück des Gasthauses “Ochsen” gehört der Egg Investment GmbH, hinter der wiederum die Sparkasse Egg, die Gemeinde Egg und die Raiba Mittelbregenzerwald samt dem Dornbirner Immobilienprojektentwickler PRISMA stehen. In dieser PPP-Gesellschaft sei bereits die grundsätzliche Entscheidung gefallen, das Grundstück des “Ochsen” an die Ochsen Egg Investment GmbH zu verkaufen, so Paul Sutterlüty.

Allerdings benötige ein Hotelprojekt mit rund 30 Zimmern und Restaurantbetrieb mehr Platz für eine bauliche Realisierung. Deshalb müsse auch das im Eigentum der Gemeinde stehende, leere Nachbargrundstück an die Ochsen Egg Investment GmbH verkauft werden. Die diesbezüglichen Beschlüsse in der Gemeindevertretung seien für den 27. Mai 2019 avisiert. Und zudem brauche es noch einen Projektsicherungsvertrag, damit der neue Grundeigentümer das Hotelprojekt auch umsetzen muss. “Wenn das alles unterschrieben und beschlossen ist, dann kann man davon ausgehen, dass das Business-Hotel definitiv auf Schiene gebracht wird. Vorher ist es nur ein Vorhaben.” Ob der alte Gebäudebestand des “Ochsen” in irgendeiner Form erhalten bleibe, könne derzeit nicht gesagt werden. Es sei aber möglich. Das hänge von den Vorschlägen in einem möglichen Architekturwettbewerb ab, so der Egger Bürgermeister.

Baubeginn bestenfalls im Jahr 2021

Norbert Meusburger, geschäftsführender Gesellschafter der Ochsen Egg Investment GmbH, erklärte auf Anfrage, dass man sich noch in einem frühen Stadium der Planungen befinde. Der erste Schritt sei mit der Gründung der Gesellschaft gesetzt worden, um die Verträge unterzeichnen zu können. Sollten die notwendigen Unterschriften und Beschlüsse erfolgen, so sei geplant, auf dem Grundstück des Gasthauses “Ochsen” und dem Nachbargrundstück das Hotelprojekt zu realisieren. Man wolle dezidiert ein Business-Hotel und kein weiteres Wellness-Hotel errichten, so Meusburger. Der Zeitplan sehe vor, dass nach Abschluss der Detailplanungen bestenfalls bis Ende 2020 eine Baugenehmigung vorliegt. Danach könne ab 2021 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Wer das neue Hotel samt Restaurant mit dem Namen “Ochsen” zukünftig betreiben werde, sei derzeit noch offen, sagte Meusburger.

Bei dem geplanten Business-Hotel in Egg handelt es sich nach derzeitigem Stand um ein Projekt der Egger Familie Meusburger. Die Projektgesellschaft Ochsen Egg Investment GmbH gehört zu 25 Prozent dem Geschäftsführer Norbert Meusburger. Die Mehrheit der Anteile hält die RM Holding GmbH in Ludersdorf-Wilfersdorf in der Steiermark, hinter der ebenfalls ein Mitglied der Familie Meusburger steht.

Bürgermeister im Talk: Paul Sutterlüty in Egg

Die Gemeinde im Bregenzerwald kam zuletzt mit dem Bürgermeisterwechsel 2016 und dem Streit rund um das Skigebiet Schetteregg in die Medien. Große Herausforderungen begegnet man mit dem Projekt DreiEgg und im Wohnbau:

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