Wälder gelang die Riesensensation

Mit einer unglaublichen Mannschaftsleistung vom EHC Bregenzerwald wurde in der slowenischen Hauptstadt ein Overtimesieg eingefahren. Mann der Stunde war Marcel Wolf, der das entscheidende zweite Tor gegen Robert Kristan erzielte.

Ungewöhnlich früh, bereits um 17:30 Uhr, stand der EC Bregenzerwald dem HK SZ Olimpia gegenüber. Dennoch waren die Tupamäki Schützlinge von Beginn an voll da und kämpften um wichtige Punkte beim Tabellenführer. Die Slowenen nutzten aber bereits in der 4. Minute ein Powerplay und übernahmen durch Cepon die Führung in diesem Spiel. Als dann die erste Strafe gegen den Gastgeber ausgesprochen wurde, beschenkte sich Geburtstagskind Antti Kauppila selbst mit dem Ausgleichstreffer. (15.)

In der Folge gab es immer wieder gute Chancen auf beiden Seiten, doch die Goalies Robert Kristan und sein Gegenüber Misa Pietilä entschärften alle Schüsse. Nachdem sich nach 60 Minuten noch kein Sieger herausstelle, ging das Spiel in die Verlängerung. Hier wurde mit jeweils drei Feldspielern auf beiden Seiten weitergemacht. Marcel Wolf sorgte für die Entscheidung dann bereits nach 78 Sekunden. Der bisher fehlerfreie Laibach Goalie Kristan war auf Scorerpunkte aus und versuchte die Scheibe einem Mitspieler an der blauen Linie zuzupassen.  Die #74 der Wälder fing das Hartgummi aber ab und versenkte sie kompromisslos im gegnerischen Netz. Mit dem Overtimesieg beendete der ECB den Erfolgslauf des HK SZ Olimpija.

„Es war eine wahnsinnige Mannschaftsleistung. Jeder hat das Beste aus sich herausgeholt, das gilt besonders für unseren Torhüter Misa. Wir haben heute endlich die richtige Balance in der Mannschaft gefunden und hoffen, dass die Reserven für morgen reichen. Heute gab es ein starkes Ausrufezeichen des Future Clubs.“, erklärt ein sichtlich stolzer Guntram Schedler. Nur wenige Stunden und Kilometer trennen die Wälder vom nächsten Ziel, Jesenice. Das zweite slowenische Team in der Alps Hockey League trat ebenfalls auswärts an und war in Cortina zu Gast. Nach dem 4:2 Auswärtssieg liegen die Stahlstädter nur einen Punkt hinter Ritten und werden am Sonntagabend die erstmalige Tabellenführung anvisieren.

 

Infobox:
HK SZ Olimpia vs. EC Bregenzerwald 1:2 (1:1 0:0 0:0 0:1)

Schiedsrichter: Bajt Miha, Lazzeri Alex, Bizalj Peter, Egger Thomas
Zuschauer:
450 Personen

Aufstellung ECB:
Pietilä, Skec, Ban C., Ban D., Wolf M., Fussenegger, Waldhauser, Mörsky, Pöschmann, Haaidinger, Hyyppä, Kauppila, Schwinger, Hohenegg, Zwerger, Siutz, Mitgutsch, Zipperle, Egger, Metzler
Aufstellung HKO: Kristan, Spreitzer, Hebar, Kralj, Zajc, Zorko, Selan, Pesjak, Snoj, Uduc, Batic, Zibelnik, Sever, Ulamec, Petek, Groznik, Cepon, Tislar, Sitar, Chvatal, Grahut

Tore:
1:0 PP1 03:05 Cepon K. (Snoj)
1:1 PP1 14:06 Kauppila A. (Mörsky, Hohenegg)
1:2 EQ 61:18 Wolf M.

Strafen:
Strafminuten ECB: 10
Strafminuten HKO: 6

Nächste Begegnung: Sonntag, den 08.10.2017 um 18:00 Uhr gegen HDD Jesenice in Jesenice
Nächstes Heimspiel: Samstag, den 14.10.2017 um 19:30 Uhr gegen HC Gherdeina
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Kommentare zu diesem Artikel

  • Was ist relativ mit weiteren Strecken, ein Großteil des Bregenzerwaldes hat sicher näher oder zumindest gleichweit nach Dornbirn.
    Haben wir grundsätzlich eine Verpflichtung, um ausländischen Stars eine Halle oder Fußballplätze zur Verfügung zu stellen und egal in welcher form legal oder illegal ihre Hosentaschen zu füllen. Brauchen wir so etwas oder noch mehr in Vorarlberg.
    Das im Fußball und hier mus man schon sehr blauäugig sein wird es immer mehr Nachwuchs geben wenn es auch in jeder Gemeinde eine Halle hätte wie im Eishockey.
    Nochmals die Infrastruktur für fast alles kann oder soll geschaffen werden aber nur in einem Rahmen wo es auch Sinn macht.
    Ich denke nicht, dass es notwendig ist eine Wälderhalle zu bauen um den Kader von Hobbymannschaften zu füllen und inländischen oder ausländischen Spielern die Hosentaschen mit Geld zu füllen.
    So wie ihr es in den Medien präsentiert gibt es viel, da muss man aber auch ehrlich sein wo der herkommt und sich bekennen als Future Team des EHC Dornbirn.
    Dieser Prozess muss bei euch präsenteren, dann gibt es vielleicht weniger nachdenkende Gegner.

  • dem ersten Punkt kann ich zum Teil zustimmen. Ich denke es macht viel aus ob die Infrastruktur in der Region selbst vorhanden ist, oder man weite Strecken zurücklegen muss. Hätte Egg, Alberschwende, Andelsbuch, Bizau einen Nachwuchs wenn alle nach Dornbirn müssten?
    Die Vereine machen eine gute Arbeit, so viel steht fest. Aber das können sie auch weil das nötige dafür direkt IM Ort haben.
    Da stimme ich zu, deshalb verstehe ich nicht warum gewisse Gegner immer darauf abzielen, dass so wenige Spieler aus der Region in der Kampfmannschaft sind. Weil die zweite Liga hat ein hohes Niveau. Die zwei Wälder Hobbymannschaften erwähnt interessanterweise niemand…
    Eine Sportart, die in Vorarlberg einen Bundesligisten, drei Vereine in der zweiten Liga und etliche Vereine in den unteren Ligen hat soll ein Randsport sein? Ist dann Schifahren auch Randsport??
    Könnte darüber nachgedacht werden, wenn in Vorarlberg nicht sowieso akuter Eiszeitmangel herrschen würde.
    Wer sagt dass es gar keinen Nachwuchs gibt?

  • Die Infrastruktur, Halle, Fußballplatz usw, in der Gemeinde Region usw ist ein kleiner Teil was ein junger Mensch braucht um eine sportliche Karriere einzuschlagen.
    Das wichtigste ist, dass die Eltern dahinterstehen und ihn in allen möglichen Dingen (finanzieller Aufwand, Fahrten…..) unterstützen.
    Die Fußballvereine im Bregenzerwald machen alle nach ihren Möglichkeiten eine hervorragende Nachwuchsarbeit.
    Wie viel Spielerinnen, Spieler oder Talente es dann schlussendlich in die Kampfmannschaft schaffen ist sehr von der Liga abhängig wo gespielt wird.
    Je höher die Liga, desto mehr Aufwand und Hingebung für den Sport vom Talent selbst und immer noch von seinen Eltern.
    Also was ich damit meine ist, eine Halle in der Region ist noch lange kein Garant für die Zukunft für mehr einheimische Spieler beim Club. Ich bezeichne Eishockey bei uns im Land einfach als Randsport und dabei wird es zusätzlich schwerer.
    Bei solchen Sportarten sind Fusionen von Vereinen schon zielführend: gemeinsame Nachwuchsarbeit, Aufbau des Nachwuchses über Future Team, bessere Nutzung der gesamten Infrastruktur, usw.
    Anmerkung:
    Wenn ein junger Mensch aus Albeschwende oder Vorderwald Eishockeyspielen möchte so ist der Weg näher zum jetzigen Standort Dornbirn wie danach.
    Warum gibt es dann nicht einzelne Nachwuchsspieler aus dem vorderen Bregenzerwald, wenn es so wie ihr immer schreibt der Weg auch Problem ist?

  • Die Nachwuchsarbeit hat in Alberschwende funktioniert. Ich selbst habe dort die Möglichkeit gehabt in einer U13, U17, U20-Mannschaft zu spielen. Danach war ich in der Kampfmannschaft und habe auch noch 1 Jahr weiter gespielt als wir nach Dornbirn mussten. Der zeitliche Aufwand für die Fahrt und auch die schlechten Trainingszeiten (teilweise 22 Uhr Trainingsstart) waren dann ausschlaggebend für meinen Ausstieg und ich denke es geht noch mehreren ehemaligen Spieler so.

    Es ist klar, dass in einer Liga wie die AHL nicht nur Eigenbauspieler spielen können, aber ich denke der ECB geht den richtigen Weg.
    Wie soll es Nachwuchs aus dem Bregenzerwald geben, wenn es keinen Eislaufplatz im Bregenzerwald gibt?!

  • Waren/sind ja eine Zeit lang aktiv, aber wenn die Möglichkeit nicht mehr besteht wie soll dann noch was nachkommen? Auf dieses Niveau kommt auch nicht jeder Nachwuchsspieler, wie in Dornbirn, Feldkirch zu sehen ist. Ohne Infrastruktur schon gar nicht.
    Akademien können sich nur Clubs wie Salzburg leisten. Fußball hat hier ganz andere Möglichkeiten. Daher werden in Dornbirn auch Profis engagiert.
    Alleine nein, aber es wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung.

  • Nochmals die Frage warum hat man das mit dem Nachwuchs in Alberschwende nicht geschafft?
    Ich finde die Kooperation auch für sinnvoll aus Sportlichen und Kostengründen!
    Wenn euch der Nachwuchs so am Herzen liegt und er an dieses Niveau herangeführt werden sollte wie du schreibst (allgemein im ganzen Land) so wäre es sicher für den Nachwuchs effizienter wenn man wie z.B. im Fußball eine Nachwuchsakademie einrichten würde.
    Die Wälderhalle alleine wird das Nachwuchsproblem sicherlich nicht lösen.

  • Warum sollte die Arbeit mit Dornbirn beendet werden wenn im Bregenzerwald eine Halle steht. Wäre kontraproduktiv für beide Vereine und das Eishockey in Vorarlberg. Aber damit Spieler auf dieses Niveau, dass sie in diesen Mannschaften aufgenommen werden, erst kommen, müssen sie bereits als Kinder die Möglichkeit haben den Sport auszuüben. Warum gibt es im Fußball so viel Nachwuchs? Toller Sport und in JEDER Gemeinde gibt es einen Platz dazu. Wer hat Zeit sein Kind mehrmals in der Woche nach Dornbirn zu fahren? Wer traut sich sein Kind alleine mit dem Bus “ans Land” zu schicken? Ist doch logisch dass der Sport wieder attraktiver wird wenn die Möglichkeiten dafür vor Ort gegeben sind.

  • Nur zur Klarstellung, meine erste Frage war in der Region!
    Die Nachwuchsarbeit in der Eisarena liegt ja nicht so lange zurück, dass es keine Eigenbauspieler im Club der sich ja “wir Wälder” oder “Wälder Power” nennt geben könnte.
    Du hast ja einmal selbst geschrieben, dass der Großteil zu Hobbymannschaften abgedriftet sind. Was ist hier der Grund außer das ihr nach Dornbirn gewechselt seid. Wo ein Wille da ein Weg!
    Ist die Wälderhalle wirklich ein Garant für Nachwuchsspieler aus der Region ca 10-15 Jahren oder länger, betone nochmals Region Bregenzerwald um keine Verwechslungen zu erzeugen.
    Wenn die Nachwuchsarbeit als Futureteam des Donbirner Eishockeyklub ja so gut funktioniert warum will man dann das Beenden. Wenn man um den Meistertitel spielen kann, ist man auch froh wenn mehrere Spieler von Dornbirn dabei helfen.

  • Gegenfrage: gibt es zwischen Alberschwende und Schröcken oder Doren und Sibratsgfäll die Möglichkeit Eishockey spielen zu lernen? Man macht es sich schon einfach mit diesem “ihr habt keine Eigenbau Spieler”. Jetzt kommen die Eigenbauspieler eben vorzugsweise aus Dornbirn und Umgebung, weil dass mit dem Wegfall der Eisarena das neue Einzugsgebiet ist. Sachlich genug?

  • seit wann gehört Dornbirn zur Region Bregenzerwald?
    Wäre interessant nur Wälder von Alberschwende bis Schröcken und Doren bis Sibratsgfäll.
    Bitte um sachliche Antwort ohne langes Wenn und Aber

  • Fussenegger, Wolf, Schwinger, Zwerger, Mitgutsch , Zipperle, Metzler… finde hier doch einige Namen aus Dornbirner und Wälder Nachwuchs. Wenn man dann noch die verletzten Fässler, Haberl und die Back ups Wohlgenannt und Beck dazunimmt kommt für einen Zweitligisten doch relativ viel aus der Region zusammen. Ich finde es sogar sehr viel für dieses Niveau.

  • aber leider wenig Eigenbauspieler. Schade für die Region!

  • Weltklasse, weiter so wälder!!!

  • Gratulation zu dieser Sensation. Mit dieser sehr jungen Truppe gegen diesen sehr sehr starken Gegner.
    Hut ab und weiter so.
    Finde super, wie der ECB den Weg mit jungen Spielern geht.