Kiesabbauprojekt im Vorsäß Enge Schnepfau

kies3.png(Leserbeitrag) Ein von der Fa. Rüf geplantes Kiesabbauprojekt an der L200 in Schnepfau hat bereits für großen Unmut unter der Schnepfauer Bevölkerung gesorgt. Dieses Projekt wurde seitens der Gemeindevertretung im Sommer 2016 abgelehnt.

Nun hat Fa. Rüf einen alternativen Standort gesucht und ist wieder in der Gemeinde Schnepfau fündig geworden. Der Standort befindet sich im Naherholungsgebiet Engevorsäß Schnepfau, am Fuße der Kanisfluh. Es wird hier bis auf Höhe des Vorsäß Wirmboden abgebaut und somit wird hier in die Höhe gearbeitet, was eine erhebliche Lärmbelästigung in diesem Talkessel zur Folge hat. Die Kapazität dieses Projektes beträgt ca. 800.000 Kubikmeter über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren.

Es sprechen eigentlich nur Gründe gegen dieses Projekt:

Fa. Rüf betreibt bereits einen Steinbruch „Ros-Rock“ in der Gemeinde. Weiters gibt auch bereits eine Kiesgrube im Ortsteil von Hirschau. Somit hat die Gemeinde Schnepfau ihren Teil für den Abbau von Kies und Stein in der Region geleistet.
Ein ganzer Ortsteil „Hirschau“ wird durch dieses Projekt durch erhebliche Geräusch- und Staubemissionen stark belastet. Aber dies trifft nicht nur Hirschau, sondern ganz Schnepfau und große Teile von Mellau.

Die Gemeinde Schnepfau kämpft bereits seit Jahren mit sinkendem Bevölkerungszuwachs. Durch solche Projekte wird diese Bevölkerungsabnahme weiter gefördert und wird der Kindergarten als auch die Volksschule nur schwer zu halten sein. Eine solch kleine Gemeinde lebt von der Infrastruktur und darf diese nicht gefährdet werden. Schnepfau investiert bereits seit längerem in diverse Projekte um der Abwanderung bzw. Bevölkerungsreduktion entgegenzuwirken. Die Umsetzung dieses Kiesabbaus/Steinbruches hätte nur negative Auswirkungen auf diese Maßnahmen.

Das Vorsäß Enge stellt ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Gemeinden Schnepfau und Mellau dar. Unter anderem führt der Radweg Bregenzerwald direkt an der Abbaustellte vorbei und wird dieser Radweg teilweise vom Betreiber für den Transport des Materials benutzt. Im Winter führt hier die Langlaufloipe direkt an der Abbaustelle vorbei.

Das Abbaufeld liegt mitten in der „Roten Zone“.

Die Kanisfluh ist eines der Wahrzeichen des Hinterbregenzerwaldes und darf für solche Projekte nicht missbraucht werden. Es werden hier massive Landschaftswunden am Berg in Kauf genommen.

Das der Tourismus für beide Gemeinden Schnepfau und Mellau eine wichtige Einnahmequelle darstellt, ist denke ich klar und wird durch solche Projekte stark negativ beeinflusst.

Gemeinde Schnepfau und Mellau sind hier beide gegen dieses Projekt und haben hier bereits jeweils eine Stellungnahme verfasst, welche an Landesstatthalter Rüdisser übermittelt wurde.”

Dieser Bericht wurde der Redaktion von eimem Leser zugesandt mit der Bitte um Veröffentlichung. Der Name ist der Redaktion bekannt. Eingesandte Artikel müssen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Weitere Berichte (ORF/VN) im Anhang -> Klick auf Bild! Titelbild (vorarlberg.orf.at).
Leserbrief VN Prim. Dr. Haller.

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Kommentare zu diesem Artikel

  • […] Kiesabbauprojekt im Vorsäß Enge Schnepfau […]

  • Die Langlaufloipe befindet sich doch auf der Ebene im engevorsäß und im Winter findet keine kiesgewinnung statt. Ich verstehe deshalb nicht warum es die Langlaufloipe beeinträchtigen soll.
    Wenn aber wir Landwirte die Überfahrt über unsere Felder mit dem Loipenfahrzeug nicht mehr genehmigen dann gibt es wirklich keine Langlaufloipe mehr von Mellau nach Schnepfau.
    Im Winter also totale Ruhezone!

  • Dieses Projekt muss kommen, die Firma Rüf ist einer der größten Arbeitgeber der Region.
    Für all diese Familien ist die Firma Rüf nich nur ein Arbeitgeber, sondern auch ein sozialer Partner.

  • Als Egger reicht einem der Mittelpunkt des Bregenzerwaldes. ;-)

  • Egg ist nicht das Zentrum des Universums (auch wenn es die Egger nicht gerne hören). Es geht hier nicht um einen Tunnel in Egg, sondern um Schnepfau.
    Wären tatsächlich 12 Gemeinden der Regio für dieses Projekt, wären das übrigens nur 50 %. Es hat jedoch keine Abstimmung darüber stattgefunden, also bitte keine derartigen Behauptungen!

    Und bitte auch nicht mit zweierlei Maß messen: gegen die Aushub-Deponie in Großdorf, aber für den Kiesabbau in Schnepfau??

    Zur Firma Rüf: Das Argument, dass es keine Alternativen im Bregenzerwald gibt ist einfach nicht wahr! Und das Nichterscheinen bei der Bürgerversammlung spricht Bände!!!!

  • In Egg ein Tunnel? Das wäre super, dann postgebäude weg, nichts mehr hin und tolles Zentrum gestalten. Abbruch Schnepfau gehört trotzdem abgewogen.

  • Zur info… in egg wird eh in bälde ein tunnel unter dem dorfzentrum für verkehrsentlastung sorgen

  • Lieber Egger,

    die ganz Region lebt recht gut vom Tourismus - direkt und indirekt. Diese Wertschöpfung für Tourismus, Handel, Landwirtschaft und Handwerk verursacht nun mal Verkehr der ab und dann sicherlich Grenzwertig ist. Wobei der größte Teil des Verkehres ist hausgemacht und nicht dem Tourismus zu zuschreiben. Im Gegensatz zum Tourismus profitieren vom Mammut-Projekt an der Kanisfluh nur ein paar ganz wenige.

    Dass Du als Verkehrsgeplagter Egger Dich positiv für das Kanisfluh-Projekt aussprichst wundert mich doch sehr. Glaubst Du die Kanisfluh-Steine fliegen künftig ins Rheintal? …wohl eher dürftest auch Du Dich auf zahlreiche zusätzliche LKW-Fahrten durch das Egger Zenrum freuen.

  • i glob dau kama diskutiera wia ma well
    as kund wella wag;:)

  • Wie kannst du für dich von 12 oder für 12 Gemeinden sprechen? Ich als Egger dagegen.

  • Vorarlberg wünscht sich bis 2050 die Autonomie von Fossilen Erzeugnissen.
    Dieses Projekt, wäre ein Vorzeigeprojekt, die eigenen Bodenschätze zu nutzen und nicht von einem hundert Kilometer weit entfernten Steinbruch heranzuschaffen.
    Wir in Egg erleben jeden Tag die Konsequenzen vom blühenden Tourismus vom Hinterwald.
    Gerade Meltau, dass derzeit das größte Hotel mit über 200 Betten, neues Dorfzentrum mit neuen Gebäuden baut, wäre es wichtig solche Projekte mit Rohstoffen aus der nähe zu bedienen.
    12 Gemeinden der Regio Bregenzerwald sind für dieses Projekt!!!!

  • Bei einem derartigen Projekt den Verkehr als “Pro” Argument zu führen ist gerade zu lächerlich. Bei einem Abbau von rund 800.000m³ Material entstehen neben bis zu 200 LKW-Fahrten pro Tag vor allem Lärm- und Staubbelastungen für den gesamten Talkessel unterhalb der Kanisfluh.

    Von diesem Mammut-Projekt profitieren ein paar Wenige auf Kosten der Bevölkerung sowie der Tourismuswirtschaft in Schnepfau und Mellau.

  • Hallo lieber anonymer Schreiber, es ist wir immer - man führt nur die Argumente ins Feld, die einem persönlich helfen. Wieso kann man nicht konstruktiv diskutieren und ein Projekt von allen Seiten anschauen? Ihre Argumente in Richtung Lärmbelästigung, Tourismus oder rote Zone sind so gut wie nicht haltbar. So ist die nächste bewohnte Siedlung ist rund ein Kilometer entfernt, im Wald stehen in den nächsten Jahren und Monaten große Bauprojekte an - wenn wie gefordert - der ganze Kies aus dem Oberland oder GER kommen muss - sagen uns viele Wälder Gemeinden dank erheblich mehr Verkehr Danke. Und der Tourismus muss sich ja dann noch mehr LKWs anschauen…
    Wieso haben Sie nicht auch den vol.at Artikel angegeben. Ist der für Sie zu konstruktiv?
    http://www.vol.at/vorarlberg-streit-um-geplante-kiesgrube-am-nordfuss-der-kanisfluh/5186850
    Am Ende ist klar - wir bauen alle, wie brauchen alle Kies und der soll dann sofort da sein. Aber bitte nicht im Bregenzerwald abbauen? Das ist keine gute Einstellung.
    Einer der in dem Fall ebenfalls anonym bleibt…

  • Hoffe du meinst das nur ironisch. Denke nämlich das es für die Betroffenen nicht sehr lustig ist. Schönen Sonntag noch!

  • dinn kama glei ufr kanisfluh afanga abtreiga dinn hättat hirschoar o a klin me Sunna dr wiadar