Wald-Tourismus bei Halbzeit im Minus

Nächtigungsrückgang setzte sich – deutlich abgeschwächt – auch im Jänner fort.Egg. (VN-stp) Nach den fast zweistelligen Einbußen bei den Nächtigungen im Dezember 2011 hat der Jänner dieses Minus nicht ausgleichen können – im Gegenteil, auch im Jänner 2012 blieben die Nächtigungen im Vergleich zum Vorjahrsmonat zurück. Allerdings hielten sich die Einbußen in Grenzen, sie lagen mit rund 1500 Nächtigungen im Promillebereich. Bei Halbzeit der Wintersaison (November bis Jänner) kumuliert sich der Nächtigungsrückgang in der Talschaft somit auf rund 14.000 Nächtigungen, das sind etwa 3,5 Prozent.

Das ist aufholbar

„Angesichts der sehr guten Auslastung im Februar und der vorliegenden Buchungslage für das letzte Saisondrittel – März und April – ist dies kein Grund zu Pessimismus, das ist noch aufholbar“, gibt sich Bregenzerwald-Tourismus-Geschäftsführerin Herlinde Moosbrugger zuversichtlich. „Hilfreich“ könnte sich da schon der Schalttag erweisen, denn „der Nächtigungsrückgang von etwa 14.000 entspricht ziemlich genau einem Vollbelegtag“, so Moosbrugger.

Atypische Monate

Zudem waren Dezember 2010 und Jänner 2011 atypisch: „Wegen des außergewöhnlich späten Ostertermins im Vorjahr haben viele typische Osterurlauber ihre Ferien vorverlegt, viele kamen damals schon im Dezember und Jänner. Heuer – so vermuten wir – wird sich das wieder einpendeln und die Ausfälle im Dezember und Jänner sind in Wirklichkeit nur auf März/April verschobene Urlaube.“

Regionale Unterschiede

Gestützt wird diese Annahme durch die Detailergebnisse der ersten Saisonhälfte: „Verloren haben fast ausschließlich die hochalpinen Skizentren. Damüls/Mellau mit einem Rückgang von über 6000 Nächtigungen, Warth/Schröcken mit etwa 4000 Übernachtungen und Schoppernau mit fast 2000 Nächtigungen.“

Auch deutliche Zuwächse

Dass der im Vergleich zum Vorwinter heuer überreichlich vorhandene Schnee vor allem den kleinen Orten gelegen kam, zeigen die zum Teil deutlichen Zuwächse. Sibratsgfäll, Lingenau oder Krumbach haben davon profitiert und auch wenn dies in absoluten Zahlen nicht groß ins Gewicht fällt, zeigt sich doch, dass auch abseits der hochalpinen Zentren gute Tourismusarbeit geleistet wird.

Zitat:
“Angesichts der guten Auslastung im Februar und der Buchungslage für das letzte Saisondrittel ist dies kein Grund zum Pessimismus, das ist aufholbar”. Herlinde Moosbrugger

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