Die Musikkapelle Sibratsgfäll erarbeitet ihre Erfolge aus eigener Kraft.
Sibratsgfäll. Für eine Gemeinde mit gerade 400 Einwohnern ist das keine Selbstverständlichkeit. Aber mit 42 aktiven Musikantinnen und Musikanten sind immerhin mehr als 10 Prozent Mitglied beim Musikverein.„Unsere Mitglieder sind gefordert, wir bringen es pro Jahr immerhin auf 65 Proben und Ausrückungen“, so Simon Gmeiner, der 2006 das Amt des Kapellmeisters von Georg Gmeiner übernommen hat. Obmann des Vereins ist Hauptschullehrer Engelbert Bereuter.
Für Simon Gmeiner als Musikpädagogen ist das wichtigste Ziel, Freude am Musizieren zu vermitteln und das bereits erreichte erfreulich hohe Niveau zu halten und auszubauen.„In einem kleinen Dorf wie Sibratsgfäll ist das eine Herausforderung. Wir haben bei rund 400 Einwohnern keine so große Auswahl und wenn einmal einige Musikanten fehlen, sollte der Klangkörper nicht darunter leiden.“
Wettbewerbe
Entscheidende Höhepunkte für den Verein sind immer wieder die diversen Wettbewerbe und Wertungsspiele, die als Herausforderung angesehen werden. Für Kapellmeister Simon Gmeiner ist klar, dass solche Bewerbe aus eigener Kraft bestritten werden und die Musikkapelle nicht durch auswärtige Profi-Musikanten als Aushilfen verstärkt wird. „Beim Bregenzerwälder Bezirksmusikfest in Buch haben wir in der Stufe B beim Landeswertungsspiel den tollen 2. Platz erreicht, beim Bewerb der Wälder Musikanten um den Leo-Weidinger-Preis war es der 3. Rang.“ Ob konzertante Aufführungen oder Märsche – die Musikkapelle Sibratsgfäll genießt nicht nur in der eigenen Gemeinde einen hervorragenden Ruf.
Jungmusikanten
Der Verein hat keine Nachwuchssorgen, es gibt erfreulich viele Jungmusikanten. Sie haben die Möglichkeit, bei der von Wolfgang Bilgeri geleiteten Jugendkapelle Hittisau mitzuwirken. Die Ausbildung erfolgt sowohl in der Musikhauptschule Lingenau als auch über die Musikschule Bregenzerwald. Und auch für Simon Gmeiner ist es eine Freude, engagierten Vereinsmitgliedern die Liebe zur Musik von Grund auf zu vermitteln. „Darum haben wir im Verein zwar keine Profis, aber erfreulich gute Musikantinnen und Musikanten.“
Dorftreff Sibratsgfäll
Die erstmals 1894 und erneut 1920/21 gegründete Musikkapelle ist in Sibratsgfäll bei kirchlichen und weltlichen Anlässen nicht wegzudenken. Zusätzlich ist der Verein aber selbst auch aktiv bei der Gestaltung des Dorflebens. So organisiert er beispielsweise im Juli und August den beliebten „Dorftreff“, bei dem auch Gastkapellen mitwirken. Die Musikkapelle war am vergangenen Donnerstag aktiv, auch am Donnerstag, 29. August, 5. August und 12. August, wird in Sibratsgfäll zum Dorftreff geladen. Selbstverständlich gestalten die Musikanten auch gerne Platzkonzerte in anderen Gemeinden, wie kürzlich erst in Großdorf.
Seine erste Tracht erhielt der Verein übrigens im Jahr 1961, die einheitliche Ausstattung mit den markanten breitkrempigen Hüten konnte dann 1982 erneuert werden. A.J.K.
Was gefällt Ihnen bei der Musikkapelle Sibratsgfäll?
Wolfgang Maurer
Der Musikverein ist eine gute Plattform, um sich musikalisch zu betätigen und weiterzubilden. Man lernt immer Neues, auch anspruchsvolle Stücke, Geselligkeit gehört natürlich auch dazu.
Simon Gmeiner
Als Kapellmeister geht es mir darum, zu vermitteln, dass es ums gemeinsame Musizieren geht. Wir wollen unser gutes musikalische Niveau ohne Verstärkung durch Profis halten und ausbauen.
Norbert Baldauf
Mit 73 Jahren bin ich der Älteste im Verein. Ein Leben ohne Musik kann ich mir nicht vorstellen. Die Ausrückungen gefallen mir ab besten, die Proben sind manchmal weniger lustig.
Internet: www.mk-sibra.at
Zahlen:
42 aktive Mitglieder
65 Proben und Ausrückungen
Gründung 1894, Neugründung 1920/1921



